Geschichten aus der Therapie

Die Diagnosen dienen uns Ärzten, aber die Gefühle und Beschwerden der Patienten sind bunt und vielfältig. Im Folgenden können Sie schwierige Lebenssituationen als Kurzgeschichten lesen.

Es ist der Geist, der sich den Körper baut. (Schiller)

… quer durch meine linke Brust schmerzt es mich, als hätte ich einen Pfeil stecken. Ich brauche Medikamente, um etwas Ruhe in der Nacht zu finden. Angstträume verfolgen mich, immer wieder kommen Schuldgefühle anderen Menschen gegenüber vor. Die Pflege meiner Schwiegermutter fordert mich und raubt mir das bisschen an gemeinsamer Freizeit mit meinem Partner. Ich rede schnell und merke, wie ich in meinen Gedanken springe und mich verliere. Arbeite bis spät in die Nacht hinein, die Stunden der Erholung werden immer weniger. So kann ich den Tod meiner Mutter vergessen. Sie geht mir ab! Ich kann nicht abschalten, auch körperliche Nähe mit meinem Partner vermeide ich. Bis vor nicht allzu langer Zeit war ich ein gesunder Mensch, aber jetzt häufen sich meine Panikzustände, meine Schmerzen.

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare. (Morgenstern)

… ich spüre ein Brennen in meinem ganzen Körper, besonders in den Armen. Die Arbeit fällt mir schwer, wirre Gedanken gehen durch meinen Kopf. Da hilft die Kraftkammer, gehen, hüpfen auf dem Trampolin. Medikamente will ich keine, habe kein Vertrauen. Angst schleicht mir ständig hinterher, auch in ganz normalen banalen täglichen Situationen. Alleinsein halte ich nicht aus. Immer wieder tauchen schmerzvolle Bilder von meinem alkoholkranken Vater auf. Die furchtbaren Streitszenen zwischen meinen Eltern, die Gewalt. Wie wird er heute wieder gelaunt sein? Meine Geschwister leiden auch, alle leiden.

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Dr. Eva Pastl und Dr. Klaus Pastl

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